Chancen nutzen und Bürokratie abbauen – Hotelgewerbe zukunftsfest machen

Gemeinsame Pressemitteilung von Gesine Meißner, MdEP, und René Domke, Landesvorsitzender der FDP Mecklenburg-Vorpommern:

 

Am vergangenen Mittwoch trafen sich Gesine Meißner (Mitglied des Europäischen Parlaments) und René Domke (Landesvorsitzender der FDP MV) mit dem Präsidenten der DEHOGA in Mecklenburg-Vorpommern, Guido Zöllick, zum Gespräch über die Perspektiven des Gaststättengewerbes.

„Ausufernde Bürokratie, immer neue Regeln und kontraproduktive Ideen können dem Hotelgewerbe schnell das Leben schwer machen, da müssen wir gegensteuern. Regelungen wie die Hygieneverordnung und die Allergenkennzeichnung  wurden bei der Umsetzung in deutsches Recht teilweise noch verschlimmbessert. Eine unbürokratische, aber für Allergiker transparente Lösung mit bunten Punkten, wie sie momentan in Finnland angewendet wird, könnte europaweit zur Nachahmung dienen.

Auch beim Wettbewerb zwischen dem traditionellen Gaststättengewerbe und neuen Angeboten wie zum Beispiel Airbnb bedarf es einer Anpassung. Wettbewerb belebt das Geschäft, aber nur wenn man sich auch auf Augenhöhe begegnet. Es sind keine fairen Bedingungen, wenn Hotels zahlreichen Regulierungen und Vorschriften unterworfen sind und private Anbieter nur einem Bruchteil davon. Gut wäre ein integrierter, europäischer Ansatz, der traditionelle Unternehmen zukünftig wie Airbnb behandelt und nicht anders herum“,, so Meißner.

 

Der Landesvorsitzende der FDP MV, René Domke, ergänzt:

„Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist gerade für Mecklenburg-Vorpommern als Tourismushochburg von großer Bedeutung. Damit dieser Wirtschaftszweig auch zukünftig wachsen kann, müssen aber einige Weichen gestellt werden. Die Digitalisierung zum Beispiel bietet enorme Chancen. Hier steht die Politik in der Verantwortung dafür Sorge zu tragen, dass die zukünftigen Auszubildenden im Hotelgewerbe die Schulen bereits ausbildungsreif und fit für die Digitalisierung verlassen. Auch die Breitbandversorgung im ländlichen Raum ist alles andere als zufriedenstellend. Die rot-schwarze Landesregierung muss sich hier energischer engagieren und mehr Druck auf Berlin ausüben.“ PM 2016_097