Do

07

Jul

2016

Arbeiten, wo andere Parteien Urlaub machen

In Mecklenburg-Vorpommern geben sich die Freien Demokraten mit der ambitionslosen Status-quo-Verwaltung der Landesregierung nicht zufrieden. Mit einer Plakat-Aktion vor dem Schweriner Landtag machten sie sich für neue Ideen, Chancendenken und eine mutige Entscheidungskultur stark. "In Mecklenburg-Vorpommern wohnen heißt: 'Wohnen, wo andere Urlaub machen.' Kein Wunder: Viele Orte hier laden dazu ein, sich eine Auszeit zu nehmen. Leider auch der Landtag", kritisierte FDP-Spitzenkandidatin Cécile Bonnet-Weidhofer. Die Freien Demokraten wollen hingegen arbeiten, wo andere Parteien Urlaub machen.

 

"Es hat fast den Anschein, dass SPD, CDU, Grüne und Linke das Schweriner Schloss nur noch als Sehenswürdigkeit wahrnehmen und die Füße hochlegen. Das ist nicht im Sinne von Mecklenburg-Vorpommern. Und auch nicht meinem Sinne und der Freien Demokraten", so Bonnet-Weidhofer weiter.

In der Bildungspolitik hätten sich die Parteien im Landtag in ideologischen Grabenkämpfen verloren, konstatierte die FDP-Spitzenkandidatin. "Überlastete Lehrer, hohe Schulabbrecherquoten, Wirrwarr bei den Schulnoten und analoge Klassenzimmer sind bislang unbearbeitete Baustellen. Das wollen wir ändern, indem wir den Lehrerberuf deutlich mehr wertschätzen", kündigte sie an. Für Lehrkräfte brauche es eine Begrenzung der Unterrichtsverpflichtung in allen Schularten sowie leistungsabhängige Zulagen und eine leistungsgerechte Eingruppierung. "Wir werden für Qualifizierungsangebote für Quer- und Seiteneinsteiger eintreten, Weiterbildungsmaßnahmen zur Erweiterung der Lehramtsabschlüsse fördern und uns für ein Lehramtsstipendium stark machen. Wir müssen aber auch die Chancen der Digitalisierung in der Bildung im Blick haben, die den Unterricht reformieren können", führte sie aus.

 

 


Mittelstand und Gründer brauchen Ansprechpartner

 

Bonnet-Weidhofer prangerte außerdem an, dass es im Land keine echte Wirtschaftspolitik gebe. "Der Mittelstand hat in der Landespolitik keinen Ansprechpartner. Stattdessen verzockt man sich bei den Werften, weitet die Staatswirtschaft aus, drangsaliert die Betriebe mit immer mehr Bürokratie und kassiert mit immer neuen Abgaben kräftig ab", rügte die Freidemokratin die Bilanz der Landesregierung. Genau dagegen stelle sich die FDP. "Wir werden uns für die Abschaffung des Landesvergabegesetzes einsetzen. Der ausufernden wirtschaftlichen Betätigung von öffentlichen Unternehmen Einhalt gebieten. Und wir fordern mehr Anstrengungen für die duale berufliche Aus- und Weiterbildung für Berufsanfänger und Quereinsteiger."