Meißner zur Überarbeitung des Energielabels: Vereinfachen statt verwirren

Haushaltsgeräte sollen künftig eine klarere Energieeffizienz-Kennzeichnung bekommen. Das Europaparlament verabschiedete heute die Forderung, Kennzeichnungen wie „A+, A++ oder A+++“ abzuschaffen.


Dazu Gesine Meißner, energiepolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament: „Das ist der richtige Ansatz. Verbraucher werden so besser und schneller über die Effizienz der Produkte informiert. Das Energielabel bildet so eine gute Entscheidungsgrundlage.“


Die Energieeffizienzklassen sollen für 10 Jahre gültig sein, danach sollen diese gemäß dem technologischen Fortschritt angepasst und neu skaliert werden. Um dies zu gewährleisten, sollen die Anforderungen für die Klassen „A“ und gegebenenfalls „B“ so verschärft werden, dass Hersteller diese erst mit effizienteren Neuentwicklungen über die Jahre erreichen können. Der erwartete Fortschritt bei der Energie-Effizienz verschiedener Gerätekategorien soll bei der Festlegung der Anforderungen einbezogen werden.

Hierzu Meißner weiter: „ Nach Einführung der neuen Energieeffizienz-Kennzeichnung werden die effizientesten Geräte zunächst höchstens mit der Note ‘B’ oder ‘C’ versehen. Das ist zwar gewöhnungsbedürftig, beugt allerdings der häufigen Neuskalierung vor und vermindert den Aufwand für Handel und Hersteller. Das ist der richtige Ansatz.“


Unzufrieden zeigt sich Meißner zur zentralen Produktdatenbank, die die Kommission einrichten will: „Diese Datengier der Kommission ist nicht nachvollziehbar. Eine zentrale Datenbank, die Daten der Hersteller über Geräte oder sogar Produkttests sammelt hat keinerlei Mehrwert. Es reicht völlig, die Marktüberwachung bei den Mitgliedsstaaten zu belassen.“


Es ist vorgesehen, dass auf der Grundlage der heutigen Abstimmungen die Verhandlungen mit dem Rat aufgenommen werden können. Eine Einigung wird nicht vor Ende des Jahres zu erwarten sein.