Die „Jugend im Landtag“ ist nicht die Jugend in M-V!

Anlässlich der aktuellen Landtagsdebatte zu „Jugend im Landtag“ erklärt die Spitzenkandidatin der FDP MV zur Landtagswahl, Cécile BONNET-WEIDHOFER:

„Jugend im Landtag“ ist ein tolles Projekt, setzt aber zu spät an. Nur ohnehin politisch-interessierte Jugendliche beteiligen sich an dem Programm. Unsere Aufgabe ist es aber, die Jugendlichen zu erreichen, die sich noch nicht für Politik interessieren und ihnen unsere Arbeit nahe zu bringen.

Wir fordern, die politische Bildung in der Schule auszuweiten und so zu gestalten, dass sie Jugendliche anspricht. Wir begeistern junge Menschen mit Mentoring-Programmen für unseren Alltag und wollen die Beteiligungsmöglichkeiten ausweiten. Dazu gehört auch, die Quoren für Bürgerbegehren und Volksentscheide auf ein repräsentatives Mindestmaß abzusenken. Vor allem Jugendliche haben auch zwischen Wahlen eine Meinung zu Themen, die sie unmittelbar betreffen.

Der Brexit hat die negativen Auswirkungen des demographischen Wandels auf die politische Partizipation offenbart. Eine Generation kann einseitig über die Zukunft einer anderen entscheiden. Die jungen Menschen, die ihre Stimme abgegeben haben, haben mehrheitlich für einen Verbleib in der EU gestimmt – allerdings sind nicht genug von ihnen zur Urne gegangen. Wir wollen, dass junge Menschen für ihre Meinungen und Ideale eintreten und vertrauen ihnen, dass sie am besten wissen, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen. Nur mit ihnen gemeinsam können wir ein junges MV gestalten! PM 2016_080