Mo

27

Jun

2016

Schüler brauchen Bildungsqualität statt Noteninflation!

Anlässlich der aktuellen Klage des Landesschülerrats wegen des Wirrwarrs bei Notenmaßstäben, erklärt die Spitzenkandidatin der FDP M-V zur Landtagswahl, Cécile BONNET-WEIDHOFER:

Wir Freie Demokraten fordern Bildungsqualität statt einer unnötigen Noteninflation. Das mecklenburg-vorpommersche Bildungsministerium ist mit seinen neuen Bewertungsmaßstäben für die Benotung von Lernerfolgskontrollen auf dem Holzweg. Der Landesschülerrat liegt mit seiner Kritik vollkommen richtig: Politisch motivierte Schummelnoten bringen uns nicht weiter. Leistungen und Aufwand müssen durch realistische Noten abgebildet werden.

Mit dem angehobenen Benotungsniveau auf der einen Seite, und den abgesenkten inhaltlichen Anforderungen ist keinem Schüler geholfen. Im Gegenteil: Den Schülern und Eltern wird ein falsches Wissensniveau vorgespielt, das in der Konsequenz zu einem Scheitern in der beruflichen oder universitären Ausbildung führen kann, weil das tatsächliche Leistungsniveau falsch eingeschätzt wird.

Schüler müssen es leicht haben, sich für ein Studium oder eine Ausbildung zu begeistern. Das Bildungsministerium fördert mit seinen Bewertungsmaßstäben aber die Studien- und Ausbildungsabbrecher-Quoten und sorgt damit für Frust – bei den Studierenden, den Auszubildenden, aber auch bei den Ausbildungsbetrieben, die großen Aufwand und viel Energie in die Ausbildung stecken. Wir müssen verhindern, dass Betriebe, Berufsschulen, Industrie- und Handelskammern oder Universitäten dazu gezwungen sind, ihr Ausbildungsniveau ebenfalls abzusenken, weil Auszubildende und Studierende kein ausreichendes Grundwissen mitbringen. PM 2016_077