Bienenschutz durch Dialog von Landwirten und Imkern vor Ort stärken

Zur Diskussion im Schweriner Landtag über den Schutz der Honigbienen, erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP Mecklenburg-Vorpommern, Daniel BOHL:


Noch vor wenigen Jahren hatte die damalige grüne Bundeslandwirtschaftsministerin Künast die Landwirte mit ihren gelbblühenden Rapsfeldern zu den Ölscheichs der Zukunft ausgerufen. Rapsanbau ist ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht möglich. Als Bärendienst für die Umwelt hat sich im Herbst 2013 die Aussetzung der Zulassung der neonicotinoiden Beize im Raps erwiesen. Die Behandlungen des Rapses mit Insektiziden über die Feldspritze sind erheblich gestiegen.

Es ist nicht fachgerecht, das Beizverbot aufrechtzuerhalten. Die FDP setzt sich für verbesserte Prognose und Diagnose Modelle ein, um Pflanzenschutz mit noch mehr Sachverstand und Fachwissen durchführen zu können. Nicht nur den Landwirten schadet es, wenn der Rapsanbau durch fachferne Auflagen unwirtschaftlich wird. Auch die Imker wollen nicht auf die blühenden Rapsfelder als Tracht für ihre Bienen in Mecklenburg-Vorpommern verzichten. Deswegen legt die FDP auch einen besonderen Schwerpunkt auch auf den Dialog von Landwirten und Imkern. Das bringt mehr für den praktischen Bienenschutz vor Ort am Feld und am Bienenstock als weitere Verbote.

Durch das Verbot der Beize des Saatgutes verzichtet man auf eine präzise für Mensch und Umwelt schonende Behandlung und fördert die Ausbringung von mehr Insektiziden, die weniger selektiv wirken und eine deutlich höhere Gefahr der Bildung von Resistenzen mit sich bringen. Mehrere Studien, auch unter Beteiligung des Julius-Kühn-Instituts, der  Bundesforschungseinrichtung für den Pflanzenbau, haben dargelegt, dass durch fachgerechte Rapsbeizung keine Gefahr für die Bienen besteht. PM 2016_067