Fr

20

Mai

2016

Glyphosat wissenschaftlich und fachlich bewerten

Zu der wiederum vertagten Entscheidung auf EU-Ebene über die Wiederzulassung von Glyphosat, erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP Mecklenburg-Vorpommern, Daniel BOHL:

Ob ein Wirkstoff für den Einsatz geeignet ist oder nicht, darf keine politische Entscheidung sein, sondern muss das Ergebnis rein wissenschaftlicher Untersuchungen sein. Deswegen müssen die Erkenntnisse der entsprechenden staatlichen Fachbehörden bei politischen Entscheidungen unbedingt berücksichtigt werden.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Wirkstoff Glyphosat, wie viele andere Stoffe unseres Alltags, zwar als wahrscheinlich krebserregend eingestuft, allerdings ist nicht entscheidend ob ein Stoff möglicherweise krebserregend sein könnte, sondern ob er diese Eigenschaft auch im normalen Umgang mit ihm hat.

Da haben sowohl das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) sowie die Arbeitsgruppe Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) der WHO übereinstimmend festgestellt, dass Glyphosat kein Risiko darstellt, wenn es sachgemäß eingesetzt wird. Dieses allein sollte der Leitfaden für die sachliche und fachliche Entscheidung sein.

 

Politiker von BÜNDNIS ´90/DIE GRÜNEN, aber auch der SPD, die den Bürgern vorgaukeln, sie können eine mögliche Gefahr durch einen bestimmten Stoff absolut ausschließen, handeln unwissenschaftlich und fallen hinter die 500 Jahre alten Erkenntnisse des Paracelsus, dass allein die Dosis darüber entscheidet, ob ein Stoff ein Gift ist, zurück. Der Versuch der Öffentlichkeit eine Sicherheit vorzutäuschen, die es nie gibt, ist unverantwortlich.

 

Für die FDP ist unzweifelhaft, dass Pflanzenschutzmittel nur sach- und fachgerecht eingesetzt werden dürfen. Um die schwarzen Schafe unter den Anwendern, die Pflanzenschutzmittel nicht nach den Bestimmungen der Guten Fachlichen Praxis einsetzen, zu stoppen, fordert die FDP Mecklenburg-Vorpommern effektive Kontrollen, aber auch eine bessere fachliche Unterstützung der Anwender beim sachgerechten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.