Die vorgesehen Pflicht zur Stilllegung von 7 % der Ackerfläche ist kontraproduktiv. Es ist ökologischer und ökonomischer Unsinn den Landwirten zu verbieten auf wertvollen und ertragreichen Ackerböden in Europa zu produzieren, während in anderen Teilen der Welt Regenwälder abgeholzt werden, um den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen zu decken. Die Konkurrenz, um die ohnehin schon knappen Flächen wird künstlich verstärkt.
Die vorgesehene Kappung der Zahlung an größere Landwirtschaftsbetriebe lehnt die FDP ab. Für uns ist die Leistung, die die Landwirte für die Gesellschaft erbringen entscheidend und nicht mit welcher Betriebsgröße sie erbracht wird.
Die Entkoppelung der Direktzahlungen von der Produktionsart muss europaweit durchgesetzt werden. Sie ist eine wichtige Voraussetzung, um langfristig eine Absenkung der Direktzahlungen zu ermöglichen, ohne landwirtschaftliche Betriebe existentiell zu gefährden. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe kommt in den Vorschlägen eindeutig zu kurz. Nur mit modernen und wettbewerbsfähigen Landwirtschaftsbetrieben können die ökologischen und ökonomischen Herausforderungen gemeistert werden.
Der FDP ist wichtig den erfolgreichen Weg der marktwirtschaftlichen Ausrichtung der GAP konsequent fortzuführen, die Bürokratielasten für die Landwirte drastisch zu reduzieren und Vereinfachungen durchzusetzen. Davon sind die Vorschläge des EU-Agrarkommissars weit entfernt.“







