Male deutlich, wie weit sich SPD-Sozialpolitiker gedanklich von der
Realität der Wirtschaft, insbesondere der Lage in kleinen und mittleren Unternehmen,
die mehr als 80% der Arbeitsplätze stellen, entfernt haben. Es besteht
kein Zweifel daran, dass mehr Frauen in Führungspositionen sein sollten. Viele
Erfahrungen und Studien belegen die Chancen, die sich aus gemischten Führungsteams
ergeben. Entscheidend für eine erfolgreiche Führungsmannschaft
ist jedoch nicht in erster Linie die Geschlechtszugehörigkeit, sondern die Kombination
der fachlichen Qualifikationen, Lebenserfahrungen, Temperamente
und Persönlichkeiten, die durch weibliche Beträge oft eine erfolgreiche Mischung
ergeben können.
Eine Besetzung von Führungspositionen in Unternehmen jeder Größe muss
sich aber in erster Linie immer nach der fachlichen und persönlichen Eignung
der Kandidaten richten. Wer Unternehmer in ihren freien Personalentscheidungen
beschneiden und zu Einstellungen nach politisch sanktionierten Quoten
zwingen will, hat die Grundlagen unternehmerischer Verantwortung, auch für
die Zukunft der damit verbundenen Arbeitsplätze, nicht im Ansatz verstanden.
Nach der gleichen rot-rot-grünen politischen Logik würden sicher bald auch
Behinderten-, Migranten-, Religions- oder andere sachfremde Quoten gefordert
werden, das Anti-Diskriminierungsgesetz lässt grüßen!
Die eigentliche Herausforderung besteht darin, mehr Mädchen für betriebswirtschaftliche
und technisch-/naturwissenschaftliche Karrieren zu interessieren,
für Führungspositionen zu qualifizieren und eine bessere Vereinbarkeit der
Rollen in Beruf und Familie zu organisieren. Dies erreicht man nicht durch
öffentlichkeitswirksame, aber wirklichkeitsfremde Quotenforderungen, sondern
durch einen liberalen Kurswechsel in der Bildungs- und Sozialpolitik.
Die naturwissenschaftlich ausgebildete Kanzlerin hat daher gut daran getan,
sich mit der FDP gegen gesetzliche Zwangsquoten auszusprechen. Wir dürfen
die Zukunft von Arbeitsplätzen nicht durch Quotenmanager gefährden.
PRESSEMITTEILUNG
Nr. 11-11
Schwerin, den 3. Februar 2011







