Es konnte aber auch festgestellt werden, dass alle Seiten ein starkes Europa wollen und sich im Ziel, dieses nach den Grundsätzen der Eigenverantwortung und des Wettbewerbs auszurichten, einig sind.
Die Gegensätze bestehen im vorgeschlagenen Weg zur Ereichung der Zielsetzung, der leidenschaftlich diskutiert wurde.
Die alternativen Positionen können in etwa unter folgender Schlagzeile zusammengefasst werden: "Hartes Umsteuern mit Risiko einer unkontrollierten Umwälzung mit Folgen auch für Deutschland jetzt oder Versuch eines geordneten Verfahrens zu Umbau Europas mit dem Risiko von hohen Bürgschaftslasten für Deutschland?"
Einig waren die Teilnehmer auch darin, dass der Mitgliederentscheid dazu beigetragen habe, dass die FDP als einzige Partei die Schuldenproblematik und die Wege zu deren Eindämmung breit und öffentlich diskutiert und damit dem Ernst der Lage gerecht wird. Es muss davon ausgegangen werden, dass künftig auch in Deutschland kein Spielraum mehr für staatliche Wohltaten vorhanden ist, womit die FDP Werte Eigeninitiative, Eigenverantwortung und nachbarschaftliche Verantwortung und Solidarität eine hohe Bedeutung erlangen werden..
Christian Ahrendt wies darauf hin, dass die FDP in den jüngsten Beschlüssen zum ESFS und ESM etliche Positionen durchgesetzt und eine einfache Vergemeinschaftung der Schulden über Eurobonds verhindert habe. Er appellierte, sekundiert von einigen Diskutanten, an die Mitglieder, bei Ihrer Entscheidung auch die künftigen Gestaltungsmöglichkeiten in der Regierung im Auge zu behalten.







