Erfolgreiche gut geführte Betriebe zahlen den Beschäftigten angemesse-ne Löhne. Bevor diese Löhne ausgezahlt werden können, müssen sie aber in den Betrieben erwirtschaftet werden. Dafür müssen vor allem die entsprechenden Rahmenbedingungen stimmen. Wer aber einen Mindest-lohn von 15 Euro z.B. für Melker fordert, betreibt nichts anderes als ein Investitionsförderungsproramm für Melkroboter. Löhne die aus der Pro-duktion nicht erwirtschaftet werden können, führen zu Arbeitsplatzabbau und nicht zur Sicherung von Arbeitsplätzen.
Das wirtschaftliche Umfeld für die Betriebe wird in den nächsten Jahren nicht einfacher. So ist noch nicht klar, wie die EU-Agrarpolitik nach 2013 ausgestaltet sein wird und welche neuen Herausforderungen auf die Landwirte in M-V zukommen werden. Im Europaparlament haben sich gerade Sozialdemokraten und Grüne für eine Kappung der Zahlung an größere Landwirtschaftsbetriebe ausgesprochen, was die Landwirte in M-V besonders hart trifft. Minister Backhaus sollte deshalb, anstatt po-pulistische Forderungen in Schwerin zu stellen, mehr Druck auf seine Parteifreunde und Lieblingskoalitionspartner in Brüssel machen.
PM 49-11 vom 01. Juni 2011







