ablehnenden Haltung zur Kappung von Direktzahlungen für größere Betriebe. Britta
Reimers unterstützte die Forderung der Landespolitiker Leonhard und Reese sowie des
Kreisbauernverbandes Rügen, dass die vom europäischen Parlament beschlossene
Kappung der Zahlungen die ostdeutschen Betriebe und damit die Strukturen in der
ostdeutschen Landwirtschaft nicht so stark belasten dürfe. „Für uns ist jeder Hektar
Ackerfläche gleich viel wert“, so Leonhard und Reese. Weiterhin unterstützen die
Landtagskandidaten die Forderung der Landwirte, dass bisherige Umweltleistungen der
Landwirte für die Gesellschaft, angemessen bei den zukünftigen Zahlungen zu
berücksichtigen sind. Die Liberalen stehen für eine wettbewerbsfähige und den
Strukturen angepasste effiziente Landwirtschaft.
Britta Reimers, selbst Landwirtin, versprach, sich in Brüssel für die Belange der
mecklenburg-vorpommerschen Landwirte stark zu machen. Bei Ausgleichsmaßnahmen
für Eingriffe in die Natur durch Infrastruktureinrichtungen fordern die Kandidaten eine
Änderung des Bewertungssystems, um dem anhaltenden Flächenentzug Einhalt zu
gebieten, und die Landwirte nicht in ihrer Existenz zu bedrohen. Statt weiterhin neue
Ackerflächen zu vergeuden, sollen vor allem versiegelte Flächen zurückgebaut und die
Aufwertung bestehender Naturschutzflächen höher bewertet werden, um durch die
pflichtigen Maßnahmen einen langfristigen, qualitativ hochwertigen Naturschutz zu
gewährleisten.
In diesem Zusammenhang kritisieren die Kandidaten die Praxis des
Bundesfinanzministeriums, welche Landwirte zwingt, Flächen billig zu verkaufen und
erheblich teurer ausgleichende Flächen zurückzukaufen. Für Leonhard und Reese ist dies
eine nicht hinnehmbare Situation, die einer zweifachen kalten Enteignung und
Benachteiligung der Landwirte entspricht.
In weiteren Gesprächen sagten die FDP-Vertreter den Küstenfischern Unterstützung
gegen die geplanten Maßnahmen der EU- Fischereireform zu. Die Haupterwerbsfischerei
als Identität stiftendes Kulturgut Mecklenburg-Vorpommerns muss erhalten werden und
darf nicht durch überzogene EU-Vorgaben bei der Fang-Quotenverteilung, der Fischerei in
Schutzgebieten und bei der Vermeidung von Beifang in den Ruin getrieben werden. Eine
nachhaltige Fischerei ist auch in Schutzgebieten möglich und muss erhalten bleiben.
Ebenso unterstützen die Kandidaten die Fischer in Ihrer Forderung nach einem Kormoran-
Managementplan.
PM vom 15.08.2011







