zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, um über gemeinsame Schritte zur Kreisgebietsreform zu beraten. „Beide Kreisverbände lehnen die von oben durchgeboxte
Kreisgebietsreform der Landesregierung ab. Trotzdem werden wir Liberalen nicht
unvorbereitet sein, egal wie es vor Gericht endet“, erklärt der Parchimer FDPKreisvorsitzende Frank Haase. Sein Ludwigsluster Pendant Thomas Heldberg ergänzt:
„Bevor rechtlich keine Klarheit herrscht, werden unsere beiden Kreisverbände
nicht fusionieren oder nach einem neuen Kreisnamen suchen. Wir werden der Landesregierung nicht den Gefallen tun und im vorauseilenden Gehorsam vollendete Tatsachen schaffen. Wir stehen hinter der von uns mitgetragenen Klage des Landkreises
Ludwigslust gegen diese bürger- und ehrenamtsfeindliche Reform.“
Zielgerichtet haben sich die FDP-Kreisvorstände aber unter anderem darauf verständigt,
dass im Falle einer Zusammenlegung der beiden Kreise in den Städten und
Amtsbereichen wohnortnahe Bürgerbüros als dezentrale Anlaufpunkte für Bürgerfragen
geschaffen werden müssen. „Die Kreisverwaltung würde sich noch weiter vom
Bürger entfernen. Das können und das wollen wir Liberalen nicht einfach so hinnehmen.
Deshalb wären Bürgerbüros eine unserer zentralen Forderungen in einem potenziellen
gemeinsamen Wahlprogramm“, so Thomas Heldberg, der auch Vorsitzender
der Fraktion FDP/BfL im Kreistag Ludwigslust ist und die Strukturen kennt. Diskutiert
wurden zudem strukturelle Anpassungen bei den vielen kreiseigenen Unternehmen
und den beiden Sparkassen, die Flughafenproblematik in Parchim und die angespannten
Haushalte in den Landkreisen nach Einführung der Doppik. In kurzen Abständen
werden die Liberalen weitere gemeinsame Sitzungen und eine Klausurtagung
der Kreistagsfraktionen durchführen, um die guten Gespräche intensiv fortzusetzen.
PRESSEMITTEILUNG Nr. 09/2010
Banzkow / 17 .Oktober 2010







