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  • In Zukunft noch mehr Hafen in Mecklenburg-Vorpommern

    (17.08.2011)

    Torsten Staffeldt: „Mecklenburg-Vorpommern hat große Chancen“
    Der Vorsitzende der AG Maritime Wirtschaft und Koordinator der überfraktionellen Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt im Bundestag, Torsten Staffeldt, MdB, stellte gleich eingangs fest: „Mecklenburg-Vorpommern ist auf seine Häfen angewiesen.“ Der Kernbereich müsse ausgebaut werden, so Staffeldt, der Mecklenburg-Vorpommern mit einem Gesamtumschlag von 38 Millionen Tonnen Gütern mit Bremen verglich, wo die Häfen voriges Jahr ein Drittel mehr umgeschlagen hatten. Der FDP-Bundestagsabgeordnete forderte den Blick nach vorn: „Sie haben große Chancen.“ Er verwies auf die Möglichkeit, verstärkt Offshore-Anlagen über Mecklenburg-Vorpommern zu verschiffen. Gerade beim Thema Offshore sei es wichtig, dass alle Ostsee-Anrainer-Staaten eine gemeinsame Meeresplanung erstellen. Gino Leonhard, Parlamentarischer Geschäftsführer und maritimer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, bedankte sich bei Torsten Staffeldt dafür, dass er weitere Unterstützung der Bundesregierung zusagte.

Für das Verkehrsministerium haben Häfen im Land höchste Priorität

Aus dem Verkehrsministerium bekam die FDP Fraktion das Signal, dass die    Unterstützung für die Zukunft der Häfen gern angenommen werde. Abteilungsleiter Thilo Schelling erklärte: „Die Häfen haben hier in Mecklenburg-Vorpommern eine sehr hohe Bedeutungen, darum hat sich das Land auch an ihnen beteiligt.“ Schelling verglich die Situation mit der Geschichte. Wenn man auf die Ostsee-Karte von 1914 schaue, dann sei zu sehen, dass das heutige Mecklenburg-Vorpommern keine Rolle spiele. „Das hat sich gewaltig geändert“, so Schelling. Eine der wegweisenden Entscheidungen sei 1992 gefallen, als das FDP-geführte Wirtschaftsministerium in Schwerin zum Beispiel die Zukunft von Mukran auf Rügen besiegelte. „Wir wollten den Hafen nicht zuschütten, sondern in Mukran investieren.“ Der damalige liberale Wirtschaftsminister und Thilo Schelling sollten mit ihrer Entscheidung richtig gelegen haben. Gino Leonhard wies zum Forum in Rostock aber darauf hin, dass bei aller Entwicklung die Sicherung der Arbeitsplätze sehr wichtig sei. Immerhin habe sich die Zahl der Arbeiter im Schiffbau von einst 50.000 im Land auf heute 5.000 Stellen, also auf ein Zehntel reduziert. Thilo Schelling aus dem Verkehrsministerium erklärte, dass man sich über jeden Investor freue, der „kein Jammerlappen“ sei.

FDP fordert schnellen Ausbau der A14 von Schwerin nach Magdeburg

Der Ausbau der Hinterlandanbindungen ist für die Häfen überlebensnotwendig. Die A14 zwischen Schwerin und Magdeburg etwa würde die Attraktivität weiter steigern. „Eine Verhinderungspolitik wie sie die Grünen beim Bau der Trassen betreiben, ist schädlich für Mecklenburg-Vorpommern.“, sagte Gino Leonhard, denn Prognosen zufolge wird der Seetransport in Rostock ähnlich starke Zuwachsraten haben wie in Lübeck. Dabei seien ausgebaute Hinterlandanbindungen zwingend, sagte Michael vom Baur von der Unternehmensberatung MvB euroconsul. Er nannte auch die B96n auf Rügen, die zügig zwischen Stralsund und Mukran ausgebaut werden müsse.

Eine Chance habe Mecklenburg-Vorpommern auch, wenn die Häfen ins Transeuropäische Verkehrsnetz eingebunden werden würden. Michael vom Baur nannte ein Beispiel: „Die kürzeste Nord-Süd-Achse von der Ostsee bis zur Adria geht über Rostock.“ An der Stelle dürfe das Land kein Nachsehen haben, forderte der FDP-Mann. Die Voraussetzungen seien schließlich geschaffen: „Die A19 geht bis in den Rostocker Hafen, die Eisenbahnanbindung geht bis in den Hafen, es gibt etablierte Fährverbindungen.“ Vom Baur sprach sich auf dem Hafenforum für eine Arbeitsgemeinschaft aus, die den neuen europäischen Wirtschaftsraum entwickeln solle. „Wir dürfen nicht kleinräumig denken, Europa ist eine große Halbinsel“, sagte der Unternehmensberater aus dem FDP-Kreisverband Bad Doberan.

Experte: Mecklenburg-Vorpommern darf kein Sicherheitsleck werden

Ein gemeinsames Interesse sollten alle in Europa auch beim Thema Sicherheit haben. Burkhardt Müller-Sönksen, MdB, hielt auf dem Hafenforum als Mitglied des Verteidigungsausschusses den Abschluss-vortrag. „Mecklenburg-Vorpommern darf bei Anti-Terror-Maßnahmen auf keinen Fall sparen.“, dann würde ein Sicherheitsleck drohen, warnte der liberale Bundestagsabgeordnete aus Hamburg. Norwegen habe gezeigt, dass überall mit dem Unvorstellbaren gerechnet werden müsse. Müller-Sönksen plädierte aber auch dafür, mit minimalem Aufwand maximale Effekte zu erzielen. Zum Beispiel könnte Bürokratie abgebaut werden. Wenn etwa Container über Rostock schon in Hamburg kontrolliert wurden, sollten  Zertifikate dann auch noch in Rostock gelten.

Mecklenburg-Vorpommern braucht einen „Masterplan saubere Ostsee“

Schon im Vorfeld des Hafenforums hatte Michael Roolf, Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion von Mecklenburg-Vorpommern, einen „Masterplan saubere Ostsee“ gefordert. „Darin sollten alle Maßnahmen festgeschrieben werden, wie Bund, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein für einen Schiffsverkehr mit minimiertem Schwefelgehalt in Flüssigbrennstoffen und einen geringeren Abgasausstoß sorgen.“, sagte Roolf. Er hatte mit dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Dr. Andreas Scheuer, gesprochen. Beide waren sich einig, dass die Sauberkeit der Ostsee im transeuropäischen Netz besonderer Beachtung bedarf. Roolf forderte: „Der Bund sollte Schiffsausstattungen und Technikentwicklungen stärker fördern. Mecklenburg-Vorpommern muss für die Häfen Infrastrukturpläne voran bringen. Gleichzeitig sollte Reedern als Lohn dafür, dass sie bereits umweltfreundlichere Schiffe auf die Ostsee schicken, Vergünstigungen angeboten werden, wie zum Beispiel günstigere Hafengebühren.“ Ach für den Masterplan „saubere Ostsee“ müsse Deutschland aber auch die weiteren Ostsee-Anrainer-Staaten mit ins Boot holen.

Fazit des FDP-Forums in Rostock: „Ja, die Häfen in M-V haben Zukunft“

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Gino Leonhard, fasste am Ende zusammen: „Wenn es um die Zukunft geht, sagen wir: Ja, die Häfen unseres Landes haben Zukunft. Sie müssen bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen und damit Arbeitsplätze sichern.“, sagte Gino Leonhard.

Leonhard lud anschließend zur Ausfahrt ein. Am Liegeplatz 82 des Stadthafens, mitten im Getümmel der HanseSail, lag der Traditionssegler„Tre Hjärtan“. Die Gäste des Hafenforums aus Vereinen, Verbänden und Politik diskutierten auf dem Schiff bis in die Nacht weiter über die maritime Zukunft von Mecklenburg-Vorpommern. Gekrönt wurde der Fraktionsabend mit einem HanseSail-Feuerwerk.





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Im vergangenen Jahr haben die Krankenkassen einen Überschuss von knapp 20 Milliarden Euro erzielt. Die Liberalen wollen die Überschüsse an die Versicherten zurückgeben. Die Abschaffung der Praxisgebühr ist im Gespräch. Was meinen Sie: Praxisgebühr abschaffen - Ja oder Nein?

 

Bundesverdienstkreuz für Sybill Moß

Ministerpräsident Sellering überreichte am 19. März in der Schweriner Staatskanzlei, im Namen des Bundespräsidenten, das Verdienstkreuz am Bande an Sybill Moß. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement ist Frau Moß ein Vorbild für viele Menschen in Wittenburg und nicht nur dort lobte der Ministerpräsident. Seit 1975 ist Sybill Moß Mitglied der Stadtvertretung Wittenburg und war bis 2011 Kreistagsabgeordnete der FDP. Als sachkundige Einwohnerin arbeitet sie im Bildungsausschuss mit. Aktiv war sie an der Bildung des Runden Tisches beteiligt. Als Mutter von fünf Kindern war es ihr stets ein wichtiges Anliegen, neue Akzente in der Jugendarbeit zu setzen und gesicherte und finanzierbare Kindereinrichtungen anzubieten. Von 1994 bis 1999 war sie Bürgervorsteherin. Dieses Amt bekleidet die pensionierte Lehrerin seit 2004 erneut. Der Landesvorstand der FDP M-V übermittelt seine herzlichen Glückwünsche!

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