Sprecher der Landtagsfraktion, Gino Leonhard, kennt den Wechselwunsch
seit Jahren. „Ich habe diese Woche mit dem Innenministerium
telefoniert, da gibt es keine positiven Signale“, so Leonhard. Er
sieht aber eine Chance in der Kreisgebietsreform, die am 4. September
2011 in Mecklenburg-Vorpommern in Kraft tritt. „Dem neuen Großkreis
Südvorpommern fehlen zum Beispiel 73 Quadratkilometer für eine hö-here
Anzahl von Kreistagsmandaten. Der Landkreis könnte für mehr Demokratie
im Parlament ein Interesse daran haben, statt 69 Mitglieder 77 in den
Kreistag zu entsenden“, sagte Gino Leonhard und empfahl, nach weitere
Ortsteile zu motivie-ren und dann die neue Landkreisverwaltung in
Greifswald zu kontaktieren. Der alte Landkreis Uecker-Randow hatte
2009 bereits einstimmig einer Aufnahme der beiden Gemeinden, die wie
ein Keil zwischen Strasburg und Groß Luckow liegen, zugestimmt.
Brandenburgs FDP-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Gregor Beyer
versprach der Hansfelder Bürgerinitiative, den Wunsch zu wechseln als
Prüfauftrag in die entsprechende Enquetekommission im Potsdamer
Parlament anzubringen. „Es kann nicht sein, dass Brandenburg die
Freiheit von Menschen einschränken will. Ein Bürgerentscheid sollte
nach einer Generation überprüft werden dürfen.“ Beyer erklärte, dass
das Leben für die Bewohner bei einem Länderwechsel einfa-cher wäre,
denn „die Zeit der Provisorien und Absprachen bei Einschulungen oder
Rettungsnotdiensten zwischen den Uckerlandgemeinden und dem Umfeld in
Mecklenburg-Vorpommern wäre vorbei.“ Dr. Monika Hufenbach bedankte
sich bei den FDP-Politikern dafür, dass ihre Gemeinden nicht in
Vergessenheit geraten und sich die Liberalen, die für Freiheit und
Selbstverantwortung stehen, des Themas annehmen.
Bild: Gino Leonhard (links) und Gregor Beyer (rechts) im Gespräch mit
Monika Hufenbach.Text







