Ja beide sind Unternehmer und sie unternehmen etwas im Betrieb und in der Gesellschaft.
Hans Werner Gohs wurde vor 40 Jahren Mitglied der damaligen LDPD, kommt aus einem Haushalt einer Handwerkerfamilie. War Vorsitzender der Grundeinheit Ribnitz – Damgarten, viele Jahre Kreisvorstandsmitglied und stets engagiert. Kurz vor der Wende entschied er sich in die Selbständigkeit zu gehen. Das war aus zweierlei Gründen nicht einfach, denn er galt als Hoffnungsträger in der LDPD und sollte Kombinatsdirektor im ehemaligen Möbelkombinat werden und für niemanden war es leicht ohne alles die Selbständigkeit zu wagen.
Es gelang aber und das ist gut so.
Auch Jörg Schmidt wollte selbständig werden, aber der Kreis Ribnitz – Damgarten, oder besser einige damals Verantwortlichen des Rates des Kreises wollten nicht. So ging er in den Nachbarkreis Rostock – Land, wo der der Verantwortliche ein Liberaler war, und begann seine Selbständigkeit mit einem Antennenservice sehr erfolgreich. Jörg Schmidt scheute sich in schwierigen Zeiten, und die scheinen sich bei den Liberalen periodisch zu wiederholen, nicht Verantwortung zu übernehmen. So war Vorsitzender des Ortsverbandes der FDP Ribnitz – Damgarten und später auch der Kreisvorsitzende des Kreisverbandes der FDP Nordvorpommern. Er stellte sich bei Kommunal und auch bei Landtagswahlen zu Zeiten als es für Liberale sehr schwer war die Hürde zu überspringen um in die Parlamente zu gelangen. Er zeigte, wie man so schön sagt Flagge.
Hans Werner Gohs gehört zu jenen politischen Verantwortlichen die den Zusammenschluss der ehemaligen Parteien LDPD und NDPD zur FDP (damals noch mit Pünktchen) voran gebracht haben, ihn begleitet haben und als es schwierig nicht von Bord gingen. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 1989, an den Monat Dezember, als nach einer eigenen Kreisvorstandssitzung ich nach Hause ging und plötzlich neben mir ein Auto hielt und heraus sprangen Hans – Werner und Vertreter der NDPD.
Wir schrieben dann in dieser Nacht einen Brief an alle Kreisverbände beider Parteien in der ehemaligen DDR das heißt wir schrieben und mein damaliger Stellvertreter Heino Schütt vervielfältigte ihn. Das klingt einfach, aber wer sich daran erinnert bekommt heute noch blaue Hände, wenn er dieses Verfahren Namens Ormeg denkt. Das heißt wir die Basis wollten bereits im Dezember 1989 die FDP in der DDR gründen. Dafür wurden wir lautstark durch unsere Altforderen gerügt. Viele von Ihnen räumten danach ihre Stühle und nur ein Vierteljahr später gab es die FDP, die LDPD wurde vorher zur LDP und zum B.F.D., aber die Entwicklung ließ sich nicht aufhalten.
So war es folgerichtig, dass Hans Werner Gohs neben der ständigen Entwicklung seiner Firma dem ersten Kreistag und der ersten Stadtvertretung Ribnitz – Damgarten nach der Wende angehörte.
Auch dem ersten Kreistag Nordvorpommern gehörte er an.
Jörg Schmidt entwickelte ebenfalls seine Firma die sich stabil am Markt behauptet und das ist schon schwer genug. Trotzdem war er bereit über mehrere Wahlperioden den Kreisvorstand zu leiten. Auch wenn ich mich wiederhole, wir sind dir zu großem Dank verpflichtet, denn in dieser Zeit standen wir so manches Mal vor der Frage machen wir weiter. Du hast in der dir eigenen Art viele von uns mitgenommen. Es wurde die Basis für spätere Erfolge gelegt.
Heute ehren wir mit Orden, Urkunden und Blumen Parteifreunde die den Kreisverband Nordvorpommern geprägt haben und die möglicherweise bereit sind ihre Erfahrungen bereit zu stellen.
Vielleicht hätte ich noch ein paar Worte mehr der Würdigung finden können, aber manchmal besteht die Kunst auch darin, mit wenigen Worten mehr auszusagen.
Das trifft im Besonderen für die beiden Jubilare zu. Anpacken war ihre Devise. Wir danken Euch!







