Martin Koschkar, Universität Rostock, machte in seinen Ausführungen über die Wahlen 2011 in Mecklenburg-Vorpommern unter anderem folgende Faktoren für die enormen Verluste der FDP verantwortlich: Den negativen Bundestrend, die schlechten Umfragewerte, ein geringes inhaltliches und personelles Kompetenzprofil, die Wahrnehmung einer mangelnden inhaltlichen Geschlossenheit und eine fehlende Koalitionswahrnehmung. Diese Argumente wollen die Kommunalpolitiker weiter aufarbeiten.
Zum Thema der inklusiven Beschulung im ehemaligen Landkreis Rügen stellte Marlen Eisfeld von der Universität Rostock die Ergebnisse ihrer Untersuchung von 144 Kindern hinsichtlich ihres Bindungs- und Intelligenzverhaltens vor. Kinder mit Beeinträchtigungen in der sozialen und emotionalen Entwicklung würden unsichere Bindungsmuster aufweisen, die mit schlechteren Schulleistungen einhergingen. Für die schulische Praxis sei die Lehrer-Schüler-Beziehung bedeutsam.
Dr. Dirk Hermsmeyer, IHK zu Lübeck, präsentierte die bereits bestehenden regionalen sowie internationalen Initiativen und Projekte zur festen Fehmarnbeltquerung. Die IHK zu Lübeck informiert die Betriebe vor Ort, wie diese von dem für 2014 geplanten Baubeginn profitieren können. Des weiteren sollen die Unternehmen in Deutschland und Dänemark stärker vernetzt werden.
Abschließendes Thema des Herbstseminars war die Energiewende. Die norddeutschen Kommunalpolitiker besichtigten die Biogasanlage der Wariner Pflanzenbau eG, deren Arbeitsweise die beiden Vorstandsmitglieder Daniel Bohl und Wolf-Dietmar Vetter anschaulich erläuterten.







