Um die Herausforderungen des zunehmendenFachkräftemangels meistern zu können, bedarf es mehr, aber keinesfalls weniger Einsatz der Landesregierung im Bereich der Bildungspolitik. Der Ministerpräsident will stattdessen das wichtigste Zukunftsressort unseres rohstoffarmen Landes zerschlagen und für Manuela Schwesig eine zusätzliche Spielwiese im Sozialministerium schaffen. Das lehnen
wir Liberale ab. Bildung und Wissenschaft dürfen nicht zum fünften Rad der SPD-Sozialpolitik degradiert werden. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit die höchste Rate an Schulabbrechern, viel zu große Klassen und eine unzumutbare Anzahl an Unterrichtsausfällen. Zudem droht ein
akuter Lehrermangel, wenn nicht endlich geeignete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden.
Es ist Zeit für Taten, die diese Probleme lösen und nicht noch verschärfen. Die Zerschlagungspläne Sellerings sind deshalb ein böses Signal an Eltern, Schüler, Studenten, Lehrer und Hochschullehrer. Einer Konzentration der Kulturpolitik unter dem Dach der Staatskanzlei stehen wir offen gegenüber. Gerade im Bereich Kultur mit Zuständigkeiten in allen Ministerien ohne zentrale Koordinierungsstelle ergaben sich
in der Vergangenheit viele aus unserer Sicht vermeidbare Streuverluste.
PM 47-11 vom 30. Mai 2011







