Die Landesregierung verdeutlicht, richtigerweise immer wieder, dass Maßnahmen zur Saisonverlängerung in Mecklenburg - Vorpommern, unter der Prämisse Tourismusland Nr. 1 werden zu wollen, unabdingbar sind. Leider scheint dies für längere Öffnungszeiten der vielen Einzelhändler nicht zu gelten.
Getrieben durch Kirche und Oberverwaltungsgericht wirkt die Landesregierung ziellos und verkennt den wichtigen Stellenwert von längeren Öffnungszeiten, insbesondere auch an den Sonntagen für den Erhalt vieler kleiner Familienbetriebe.
Ohne zu wissen, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die neue Bäderverkaufsordnung auf die Einzelhändler haben wird, setzt die rot-schwarze Koalition ein Konzept um, dass die Existenzen vieler kleiner Läden bedroht. Die Landesregierung knüpft Öffnungszeiten an Jahreszeiten. Dies scheint nicht von sonderlich viel wirtschaftlichem Sachverstand zu zeugen, da viele Einzelhändler gerade im Winter den größten Umsatz erzielen. Eine künstliche Beschneidung der wirtschaftlichen Betätigung der Händler in Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur unnütz sondern gefährdet zudem viele Arbeitsplätze in ansonsten strukturschwachen Regionen.
Eine solche Vorgehensweise, lieber Herr Minister Seidel, ist keine nachhaltige Wirtschaftspolitik, sondern Wirtschaftsverhinderungspolitik par excellence."







