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  • AHRENDT: Pläne für rot-schwarze Justizreform gefährden Rechtsschutz in M-V

    (19.01.2012) Zur geplanten Justizreform in M-V erklärt der Landesvorsitzende M-V, rechtspolitische Sprecher und Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion Christian
    AHRENDT:
    Die Menschen haben Anspruch auf gerichtliche Hilfe vor Ort. Wenn von über 20 Amtsgerichten nur acht übrig bleiben, dann nimmt man ihnen das Recht, schnell und einfach gerichtliche
    Hilfe zu erhalten. Diese Einschränkung haben die Menschen in M-V nicht verdient. Darum setzt sich die FDP M-V vehement für den Erhalt der Amtsgerichte ein.

Einigen betroffenen Kleinstädten mit Amtsgericht droht nach dem Verlust des Kreissitzes im vergangenen Jahr nun ein weiterer Schlag ins Kontor. Amtsgerichte heben den städtischen
Stellenwert und bilden den Kern für die Ansiedlung von Arbeitsplätzen, die auf die Binnen- und Infrastruktur gesetzt haben. So wird die Schließung von 13 Amtsgerichten dazu führen,
dass nicht nur der Rechtsuchende, sondern auch Beschäftige, Zeugen oder Polizisten weitere Wege zurücklegen müssen. Dies ist verbunden mit erheblichen Zeitaufwands- und Kostensteigerungen. Bürgernähe sieht anders aus.

Einschneidend sind auch die Auswirkungen in Bezug auf die Auslastung einzelner Gerichtsstandorte und ihrer Kapazitäten. Die christlich-liberale Koalition auf Bundesebene hat im letzten Herbst wichtige Schritte getan, um überlangen Gerichtsverfahren entgegenzuwirken.

Denn jeder soll Anspruch auf gerichtlichen Rechtsschutz in angemessener Zeit haben. Angesichts der demographisch sehr unterschiedlichen Entwicklungen in Mecklenburg-Vorpommern stehen die einzelnen Gerichtsstandorte bereits heute vor der Aufgabe, eine zügige und qualitativ hochwertige Rechtsprechung auch unter Effizienzgesichtspunkten aufrecht zu erhalten. Es darf bezweifelt werden, ob diese Ziele durch die Einsparpläne der Landesregierung gehalten werden können.

PM 2012-006 vom 19.01.2012

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Informationsveranstaltung zur Umsetzung der Gerichtsstrukturreform in MV

Am Montag, den 16.01.2012, lud der FDP-Kreisvorstand von Rügen zu einer Informationsveranstaltung bezüglich der geplanten Gerichtsstrukturreform in MV ein. Aus diesem Grund konnte die anwesenden Gäste über die Auswirkungen für den Standort Bergen und für die Einwohner Rügens diskutieren. Zu Beginn der Veranstaltung informierte der Direktor des Amtsgerichtes Herr Lütdke über den aktuellen Stand der Planungen der Landesregierung. Bis Mitte des Jahres wird ein Konzept zur Gerichtsstrukturreform entworfen und somit mögliche Konsequenzen der Einsparungen und Schließungen von Gerichtsstandorten analysiert.

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